Gespeichert unter: Uncategorized
Vor einer Weile hatte ich schon begeistert davon berichtet, dass man mit Javascript auslesen kann, ob ein Besucher in letzter Zeit auf einer bestimmten anderen Website unterwegs war. Die verlinkten Beispiele waren aber nur Spielereien, die auf die interessante Lücke in der Privatsphäre aufmerksam machen sollten.
Nun gibt es ein Beispiel, wie dieser Trick praktisch anwendbar ist: Die Plattform Torrent-Invites dient dem Austausch von Einladungen zu privaten Bittorrent-Trackern, zu denen der Zugang normalerweise nicht zu erhalten ist. Dieser Tauschhandel ist den Betreibern der Tracker ein Dorn im Auge, weil er den Zugang weit weniger exklusiv macht.
Die einfache Lösung: Mit dem Javascript-Trick lässt sich auslesen, ob jemand Besucher von Torrent-Invites ist – und der darf dann nicht rein. Laut Torrent-Invites-Forum findet diese Technik in mindestens einem Fall Anwendung.
Gespeichert unter: Uncategorized
Wenn ich mal eine Weile gar nix schreibe, ist der populärste und am häufigsten aufgerufene Post immer noch der über Gnome Do, den ich vor einer Weile mal auf Englisch geschrieben habe. Merke: Softwarethemen gehen gut.
Gespeichert unter: Uncategorized
Der Wunsch nach Superlativen vergeht den Wirtschaftsjournalisten auch in der Krise nicht. Gerade im der Tagesschau: Der Umsatzeinbruch im Einzelhandel (5,1%) sei der größte seit – 2007.
Es ist so schlimm wie seit zwei Jahren nicht mehr! Geht konsumieren…
Gespeichert unter: politik | Schlagworte: durchsuchung, finnland, internet, netzsperre, vonderleyen, w3c, wikileaks, zensur
Frau von der Leyen versucht ja gerade, ein Internetzensursystem „im Kampf gegen Kinderpornografie“ in Deutschland durchzudrücken. Im Zentrum stehen dabei schwarze Listen, auf denen die illegalen Seiten geführt werden, die die Internetprovider dann ihren Kunden nicht mehr anzeigen sollen. Dieses System lobt die Ministerin, in „den skandinavischen Ländern“ würde es funktionieren.
Man sieht ja, wie gut es funktioniert: Im vergangenen Jahr wurde in Finnland die Website des W3C gesperrt, dem wichtigen World Wide Web Consortium, das für Internet-Standards zuständig und jeglicher Pornographie gänzlich unverdächtig ist. Dass es dennoch auf der Sperrliste landete, zeigt, wie willkürlich und intransparent dieses System ist.
Dieser und weitere ähnliche Fälle werden von Bürgerrechtlern natürlich gern als Argument gegen die Errichtung eines solchen Zensursystems gebraucht. Es gibt nur einen Haken: Die Sperrlisten sind streng geheim. Zurecht, denn sonst wären sie ein excellenter Reiseführer zu den unerwünschten Inhalten. Nur, wie will man gegen das System argumentieren, wenn man seine Schwächen nicht veröffentlichen und analysieren darf?
Hier hilft die anonyme Plattform Wikileaks. Sie bietet „Whistleblowern“ aus aller Welt Gelegenheit, brisante interne Dokumente an Presse und Öffentlichkeit zu bringen, ohne Jobverlust oder gar Strafverfolgung zu riskieren. Auf Wikileaks wurden Sperrlisten aus mehreren Ländern veröffentlicht. Und ihre Analyse ergab häufig brisantes: Nur ein geringer Teil der blockierten Seiten hat tatsächlich mit Kinderpornografie zu tun. Davon wird wiederum ein großer Teil von Deutschland und anderen europäischen Ländern aus verbreitet, wäre also für Strafverfolger greifbar. Die Veröffentlichung der geheimen Listen hat den Kritikern von Netzsperren starke Argumente geliefert.
Gestern abend wurden von der deutschen Polizei die Wohnungen des Inhabers der Adresse „wikileaks.de“ durchsucht. Unter dieser Domain ist die Plattform in Deutschland erreichbar. Der Vorwurf: Verbreitung von pornografischem Material. Schließlich sind über seine Domain ja die Listen verfügbar, die wiederum auf die unerwünschten Seiten verweisen. Die Durchsuchung erfolgte wegen „Gefahr im Verzug“ offenbar ohne richterliche Genehmigung.
Geht der Dilettantismus jetzt noch ein halbes Jahr bis zur Wahl so weiter?
(ChildCare zeigt stichprobenhaft, was möglich ist, wenn man an der richtigen Stelle ansetzt.)
Mehr:
Gespeichert unter: Uncategorized
Noch jemand.
Gedankenmüll, Ideengrab, ungehörter Protest.
Ich hab jetzt ein Blog.
