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Ist VW die Sache mit dem Strom etwa peinlich?
14. Dezember 2008, 20:56
Filed under: merkwürdig, politik | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Den krisengebeutelten Autokonzernen wirft man vor, sich nicht um sparsame Konzepte für die Zukunft gekümmert zu haben.

Das lässt Volkswagen nicht auf sich sitzen. Im Moment gibt es eine große Plakatkampagne „Driving Ideas“. Sie erzählt mit der cleveren Fotomontage aus Batterie+Zapfsäule von den innovativen Bemühungen, Elektroantriebe zu entwickeln. Dass die Sache inhaltlich einen Haken hat, nämlich bei der Herkunft des Stroms, damit hat sich der Klimalügendetektor vor kurzem schon beschäftigt. Bei VW findet man nämlich Atomstrom ganz praktisch.

Aber auch gestalterisch ist das aktuelle Plakat einen Blick wert. Es ist recht zurückhaltend designt, keins  der bekannten Logos des Volkswagen-Konzerns taucht auf, wie VW, Audi, Seat, Skoda, Lamborghini oder Bentley. Vielmehr ziert das Plakat nur der schlichte Schriftzug „Volkswagen“, die beworbene Internetadresse ebenfalls neutral: driving-ideas.de. Warum verzichtet man wohl darauf, die unglaublich starken Automarken mit ins Spiel zu bringen? Gerade die Hauptmarke VW besitzt ein sehr bekanntes Corporate Design. Die weiße Schrift auf schwarzem Grund, dazu das blau-weiße Rundlogo – sie wirken so stark, dass man seit einer Weile stolz nur noch „Das Auto“ dazuschreibt.

Man kann das positiv auslegen: Bei Volkswagen ist die Entwicklung neuer, klimaschonender Antriebskonzepte so wichtig, dass die Kampagne markenübergreifend mit dem Absender „Volkswagen-Konzern“ daherkommt.

Oder aber auch so: Man hat keine Lust, das Image der Hauptmarken mit Ökokram zu belasten.

Auf der Website des Gesamtkonzerns (volkswagenag.com) findet sich jedenfalls kein Hinweis auf die Elektrokampagne. Nichtmal in der Sektion „Nachhaltigkeit und Verantwortung“ ist sie verlinkt.

Auf der Seite der Hauptmarke VW (volkswagen.de) findet sich ebenfalls kein Hinweis auf die große Innovation. Unter „Volkswagen 2028. Unsere Zukunftsvision“ erfährt man zur „Kraftstoffstrategie“:

So geht es aktuell darum, fossile Brennstoffe so effizient wie nur möglich zu nutzen. […] Gleichzeitig weist Volkswagen den Weg in die Zukunft mit Hilfe der Kraftstoffgewinnung aus erneuerbaren Rohstoffen: SunFuel® aus Biomasse und Zellulose-Ethanol gehören dabei zu den Biokraftstoffen der zweiten Generation.

Kein Wort von der tollen Batterie vom Plakat.

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