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Twitter baut Barrieren ab
24. April 2009, 12:59
Filed under: digitalgebastel, großartige kleinigkeiten | Schlagwörter: , ,

Microblogging-Dienste wie Identi.ca oder Twitter zwingen den Nutzer, sich auf 140 Zeichen zu beschränken. Das erscheint zurecht irgendwie komisch, haben viele Teilnehmer doch einen Internetzugang, dessen Bandbreite locker für einen Videostream reichen würde. Dass die künstliche Beschränkung irgendwie einen Reiz hat, zeigt der riesige Erfolg von Microblogging. Tagebücher, Homer, Programmiersprachen – alles wird getwittert. Auch automatisch:  Babys Fußtritte oder Chefs Fürze.

Findige Neurologen haben ein „Brain-Twitter Interface“ gebaut, mit dessen Hilfe man per Gedankenkraft Microbloggen kann. Mit 10 Zeichen pro Minute geht das Schreiben zwar nicht wirklich schnell, aber es gilt ja nur 140 Zeichen zu füllen. Für Patienten mit dem Locked-In-Syndrom ist die Kommunikation mit Gedanken oft die einzige Möglichkeit, sich auszudrücken.

Und genau für diese sehen die Forscher einen großartigen Effekt in der Popularität von Twitter:

I think it would make them feel, in the online world, that they’re not that much different from everybody else.

Wenn alle sich bemühen, ihr Statement auf 140 Zeichen einzudampfen, fühlen sich jene, für die jeder Buchstabe harte Arbeit bedeutet, nicht mehr so sehr eingeschränkt.

via Hack a day

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