partikelfernsteuerung


Adventsputsch
28. November 2009, 01:39
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Die ewige Schwarzgelbmalerei, Deutschland sei auf dem besten Weg, sich in eine Bananenrepublik zu verwandeln, muss man nicht jedes Mal teilen. Aber wenn ein Land sein Militär nicht so recht im Griff hat, die Medien dafür aber um so besser, dann darf man schonmal Bauchschmerzen haben.

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Heidenreich: ausgelesen
23. Oktober 2008, 23:57
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An dieser Stelle ging es ja vor kurzem ums Fernsehen und dessen Qualität. Der Vollständigkeit halber hier der Link auf einen treffenden Kommentar bei Herrn Niggemeier zum Rauswurf der Frau Heidenreich beim ZDF:

Was der Intendant Markus Schächter und sein Programmdirektor Thomas Bellut in ihrer bräsigen Arroganz nicht erkannt haben: Das, was Elke Heidenreich da mit ihren zwei fulminanten FAZ-Artikeln angestoßen hat, ist die Qualitätsdebatte. Bei allem ungerechten Zorn Heidenreichs: Darum müsste es gehen.



Literaturpapst macht Krawall(2)
12. Oktober 2008, 22:57
Filed under: medienzirkus | Schlagwörter: , , , , , ,

So, jetzt ist es gesendet.

Die Sendung war bisher erstaunlich selbstironisch. Wenn es Defizite im deutschen Fernsehniveau gibt – viele Macher wissen es. Die Macherin von Deutschland sucht den Superstar in ihrer Dankesrede:

Für Das weiß doch jedes Kind muss man schlau sein, für Germany’s Next Topmodel muss man schön sein – für DSDS ist beides nicht erforderlich…

Wie dann allerdings Schwarz-Weiß-Fotos aus Reich-Ranickis Leben von schmalzigen Streichersounds geplättet wurden, ist schon pervers. Und dass sein cleverer Kommentar von vielen Anwesenden überhaupt nicht ernst genommen, sondern wie der ganze Abend mit wohlwollendem Kichern quittiert wurde, unterstreicht, dass sein Aufweckversuch nötig war. Immerhin, für ein paar wacklige Momente war ein Bruch in der Sendung zu spüren, bis Routinier Gottschalk alles wieder in geordnete Bahnen lenkte und den Preisträger von der Bühne beförderte. Krass: Schauspieler Edgar Selge kommentiert später als Laudator den Auftritt von Reich-Ranicki und Gottschalks Reaktion als „Wahnsinns-Improvisation“ – und macht den Bruch damit brutal wieder zum Teil des Ganzen.

Inzwischen hat Bastian Pastewka im fernsehlexikon.de Reich-Ranicki Contra gegeben. Und Stefan&Peer haben an gleicher Stelle live ihren Senf zur Sendung dazugegeben. Mit einem versöhnlichen Fazit:

stefan:  Was für mich wirklich bleibt von diesem Abend: Respekt für Thomas Gottschalk. Er hat sich schon vorher angenehm zurückgenommen, um dann, wenn er da war, angenehm aufzufallen. Und wie er spontan auf den Auftritt von MRR reagiert hat, das war schon die ganz große Moderatorenkunst.